Verbauarbeiten

Stabilität und Sicherheit.

Gerade im innerstädtischen Bereich sind Baugruben mit Böschungen aus Platzgründen kaum realisierbar. Je nach örtlichen Gegebenheiten bieten wir platzsparende Alternativen: Trägerbohlwände, Bohrpfahlwände und Spundwände, die wir in unterschiedlichen Verfahren einbauen können.

Trägerbohlwand

Für Baugruben oberhalb des Grundwasserspiegels bzw. im Schutz einer Grundwasserabsenkung empfiehlt sich oft die Trägerbohlwand als wirtschaftlichste Lösung. Sie kann je nach Baugrubentiefe als freistehende bzw. ein- oder mehrlagig, rückwärtig verankerte oder als ausgesteifte Baugrubenwand hergestellt werden. Bei rückverankerten Wänden bieten wir Ihnen je nach Platzverhältnissen einen Berliner Verbau oder einen Essener Verbau an.

Die Verbauträger können je nach Lage der Baugrube bzw. nach Beschaffenheit des Untergrundes im Bohr-, Vibrations- oder Rammverfahren eingebracht werden.

Das Bohrverfahren bieten wir je nach Untergrund im unverrohrten und verrohrten Verfahren an. Im Vibrationsverfahren können wir mit der modernsten VV Technologie aufwarten.

Die Trägerbohlwände bestehen aus vertikal eingebrachten Profilträgern, deren Zwischenräume horizontal mit einer Ausfachung versehen werden. Hier kann je nach Anwendungszweck der Einsatz einer Holzausfachung, Spritzbetonausfachung oder Stahlausfachung erfolgen. Beim Einsatz von Spritzbetonausfachungen empfehlen wir die Verbauträger im Baugrund zu belassen.

Spundwand

Für den Einbau der Spundwände verwenden wir zwei Verfahren, die je nach Bodenart und Örtlichkeit gewählt werden können.

Mit einer fortschrittlichen Maschinen-Generation setzen wir höchste Maßstäbe im Hinblick auf Umweltschutz und Leistung.

Wir verwenden das Hydro-Press-System mit dem wir Dreifach- oder Vierfachspundwandpakete problemlos und erschütterungsfrei in hindernissfreie Böden einbringen können. Durch angeflanschte Bohrmotoren haben wir die Möglichkeit, Lockerungsbohrungen ohne den Umbau von Anbauwerkzeugen durchzuführen.

Ebenfalls verfügen wir über die neueste Maschinengeneration um die modernsten Anbauvibratoren mit der sog. VV Technologie zu betreiben. Hier kommt das Vibrationsverfahren, je nach Baugrund, dem hydraulischen Pressverfahren schon sehr nahe. Hier liegen die Vorteile bei der höheren Einbaugeschwindigkeit und dem längeren Rammgut.

Für Höhenbeschränkungen haben wir eine Lösung im Vibrationsverfahren. Mit unserem Movax Seitgreif-Vibrator können wir das Rammgut seitlich greifen und einvibrieren.

Auch hier können die Spundwände freistehend, rückverankert bzw. ausgesteift angeboten werden.

Bohrpfahlwand

Hier unterscheidet man zwischen tangierender, überschnittener oder aufgelöster Pfahlwand. Eingesetzt werden die Bohrpfahlwände als Bauhilfs- und auch als Dauermaßnahme. Sie sind relativ verformungsarm und dienen vornehmlich zur Sicherung von bestehenden Bauwerken, Gründung von Bauwerken und zur wasserdichten Baugrubenumschließung. Auch diese Bohrpfähle werden als freistehende oder als rückwärtig verankerte Wände ausgeführt.

Die Bohrpfahlwände können je nach statischer Anforderung und nachbarlichen Vereinbarungen als freistehende, rückverankerte oder nach innen ausgesteifte Varianten ausgeführt werden.

Überschnittene Bohrpfahlwände werden insbesondere dann gewählt, wenn neben der Baugrubensicherung auch die Wasserdichtigkeit das Ziel ist. Bohrpfahlwände werden im verrohrten Bohrverfahren hergestellt. Hier verfügen wir über drei Bohrdurchmesser von 50, 62 und 88cm.

Auch hier hört der Fortschritt bei uns nicht auf. Je nach Baugrund besteht die Möglichkeit die Bohrpfahlwände  als sog. vdW („vor der Wand“) Wände herzustellen. Hier liegt der Vorteil an einem geringeren Abstand der Bohrpfahlwand zu aufgehenden Gebäuden und den deutlich schnelleren Einbaugeschwindigkeiten. Für vertikalen Lastabtrag sind diese nicht geeignet.